Text: Birgitta van der Linden, Fotografie: Danny Cornelissen
Artikel aus Hellende Daken
Marc Rodrigus (42) tauschte seine Gastronomie-Vergangenheit gegen eine Zukunft auf dem Dach ein. Ganze 18 Jahre lang arbeitete er in der Gastronomie in Nordholland, bis er eine neue Partnerin in Nordbrabant kennenlernte.
Er zog um, suchte einen Job mit mehr Regelmäßigkeit und kam über einen guten Freund zum Dachdeckerhandwerk. „Meine Freundin stellte mir ein Ultimatum“, erzählt Marc. „Sie sagte: ‚Wenn du eine ernsthafte Beziehung willst, musst du mit diesen unregelmäßigen Arbeitszeiten aufhören.‘ Also wagte ich auf Anraten eines Freundes den Sprung in die Baubranche. Das war im Oktober 2002. Es wurde gerade kalt und nass – damals gab es noch richtige Schneewinter. Mein Freund meinte: ‚Wenn du diese Zeit überstehst, schaffst du es auch danach.‘“
Von der Küche auf die Baustelle
Marc begann völlig ohne Erfahrung: „Ich wusste überhaupt nichts. Man bat mich, Schrauben zu holen – und ich stand mit leeren Händen da.“ Doch er lernte schnell und arbeitete sich hoch. „Ich habe alles von den alten Hasen gelernt, wurde intern ausgebildet und habe meine Berufsdiplome über die Firma erworben.“ Heute ist er Teamleiter einer Gruppe von vier bis fünf Mitarbeitern. „Man bekommt viel Freiheit. Natürlich habe ich einen Chef, aber es fühlt sich an, als würde ich selbstständig arbeiten.“
Freiheit und Handwerkskunst
„Was ich am schönsten finde? Die Freiheit, draußen zu sein, mit den Händen zu arbeiten. Und die Techniken, die ich als Ziegeldecker gelernt habe, sieht man bei der jungen Generation kaum noch. Das macht unsere Arbeit einzigartig.“ Gleichzeitig beobachtet Marc Veränderungen: „Die Baubranche verändert sich schnell. Mit vorgefertigten Dachkonstruktionen verschwindet immer mehr traditionelles Handwerk. Das finde ich manchmal schade.“



Glücklich zur Arbeit
Obwohl er einmal ein Angebot bekam, drinnen zu arbeiten, entschied er sich bewusst fürs Dach. „Alle sagten: Warum machst du das nicht, schön warm im Büro? Aber ich dachte: Ich bin noch nicht fertig mit dem Dach. Es geht darum, dass ich gerne zur Arbeit gehe. Ein Bürojob? Den könnt ihr behalten.“
Nie wieder anders
Ob er diesen Beruf bis zur Rente machen wird, weiß er nicht sicher. „Ich würde gerne bis 60 weitermachen, aber wenn wir wirklich bis 73 arbeiten müssen, steige ich aus“, sagt er lachend. Dann fügt er hinzu: „Früher hielt ich eine Bratpfanne in der Hand, heute eine Dachpfanne. Und ehrlich gesagt? Ich will nichts anderes mehr.“
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